Im Sport familiär vorbelastet ist sie nicht. Zwar soll vor langer Zeit ein Großonkel als "Kanalschwimmer" von sich Reden gemacht haben, und auch ihre Mutter war in ihrer Jugend einmal leichtathletisch ambitioniert; darüberhinaus bestanden aber keine sportlichen Besonderheiten. Astrid Benöhrs Jugend verlief "normal", obwohl sie schon mit extremem Bewegungsdrang ausgestattet schien.

Nach abgeschlossener Ausbildung zur BTA (Biologisch-Technische Assistentin) an der Universitätsklinik Köln begann sie als wissenschaftliche Assistentin im Institut für Immunbiologie bei Prof Dr.G.Uhlenbruck; in der Freizeit trainierte sie häufig in einem Fitnessclub und ging schwimmen. 1979 brachte Prof.Dr. G.Uhlenbruck sie eines Tages auf die Laufstrecke, "...um sich das Rauchen abzugewöhnen!" Damit war das Virus implantiert! 1984 startete eine kleine Gruppe ihres Fitnessclubs bei einem in Köln stattfindenden Triathlon; hier wurde sie zum Erstaunen Zweite! Als ausgesprochene Autodidaktin trainiert sie ohne Trainer "nach Gefühl", wobei sich je nach Saisonstand bestimmte Trainingseinheiten und auch Ernährungsgewohnheiten eingeschliffen haben. Die enorme Wettkampferfahrung kommt ihr dabei zugute.
  Astrid Benöhr - Ultra Triathletin
1987 weitete Astrid Benöhr erstmals ihre triathletischen Ambitionen auf die Langdistanz aus und bemerkte hier erstaunliche Qualitäten im Ultra-Ausdauerbereich. 1987 und 1989 startete sie in der Ultra-Nationalmannschaft. Es folgte 1990 ihr erster 100-km-Lauf, den sie selbst als das prägenste sportliche Ereignis ihrer Karriere ansieht. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie 1991 in Lelystad (NL) beim Dutch-Double antrat.
Es folgten Einladungen zu weiteren mehrfach-Ironman-Veranstaltungen, von denen sie bisher absolvierte: 4 doppel, 12 dreifach, 1 viefach, 2 fünffach (Stand: Feb.1998).

Dabei nahm sie den Vorgängerinnen einen Weltrekord nach dem anderen ab. Die herausragensten Erfolge sind der Weltrekord im zehnfachen Ironman und der Weltrekord im Fünffach-Ironman mit 74h 01min 02sec aus dem September 1997, der etwa 2 Stunden unter dem Männer-WR dieser Strecke liegt. Damit ist es einer Frau erstmals gelungen, Gesamtweltrekorde (vor den Männern) aufzustellen.

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